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DDFP-Test *****
Sylvester 2012

Das OCTAGON liegt zwischen Neuburg a.d.D. und Ingolstadt ca 5km nahe der B16. Donauwörth, Augsburg, München und Nürnberg liegen noch in Reichweite.
Immer F r e i t a g s und S a m s t a g s, Einlass ab 20.00 Uhr; Beginn 21.00 Uhr. Vor/an Feiertagen nach Ankündigung. Augsburger Str. 8a, 86668 Karlshuld, Tel.: 0177-2119212. KEINE Halle, KEIN Stadl, keine Hüttn; sondern OCTAGON-Ambiente! So steht es auf der Website des OCTAGON.

2008 hatte mich eine Tanzmaus aus Weißenburg gefragt: "Wir fahren Samstag ins OCTAGON, willst du mit?". "Ja klar" hab ich geantwortet. Wer kann so eine Einladung schon abschlagen. So saß ich dann Samstag abend mit drei aufgestylten Ü30-Ladys im Pkw Richtung Ingolstadt, und hatte sonst keinerlei Ahnung was mich erwartet. Und ich fand eine wunderschöne 70er/80er-Jahre Disco, sowas gehört eigendlich unter Denkmalschutz gestellt. Das allgemein hohe Tanzniveau hat mich damals schwer beeindruckt. Mit ein Grund wieder mit dem Tanzen anzufangen. Unter Denkmalschutz wurde das OCTAGON zwar inzwischen nicht gestellt, aber der neue Inhaber Udo Dufrain ist selbst Tänzer aus Leidenschaft, und das ist mindestens genauso wertvoll.

Für Sylvester war ein "großer Sylvester-Ball angekündigt: Empfang mit Aperetiv-Auswahl zu den Bildern des Jahres 2012. Großes warmes und kaltes Fest-Buffet. Discofox-Tanzshow incl. Gästemitwirkung. Musikalischer Jahresrückblick unserer Discjockeys. Tanz durch die Neujahrsnacht. Imbiss in der Nacht. Cocktailbar und Nachtcafe." Der Preis, 27€ pro Person, war nicht angegeben. Angekommen gegen 21:00 waren, erstmalig, die Parkplätze im Hof schon alle belegt. Doch kein Problem. Gleich gegenüber und die Straße entlang gab es noch massenhaft Platz. Im 1.OG angekommen gab es gegen 27€ in Bar einen Stempel (dezent) auf den Unterarm. Im Saal wird auf die altbewährte Barzahlung gesetzt. Von einem Aperetiv zum Empfang hab ich nichts bemerkt, das ist mir aber erst am nächsten Tag aufgefallen. Denn zunächst gab es ein Problem mit der Sitzplatzreservierung zu klären. Auf der Liste stand ganz klar: "vor der Bar, links vom DJ". Reserviert war dummerweise nur ein Platz hinter der Bar. Das Problem wurde von Udo etwas verschoben, und gut. Die Bilder des Jahres 2012 muß ich irgendwie verpaßt haben, denn ich war vollends mit Tanzen beschäftigt. Abwechslungsreiche Discofox-Musik von ZWEI DJs!?

Dann kündigte der diensthabende DJ das Buffet an und sofort bildete sich eine lange Schlange vor dem Nebenraum mit der Essensausgabe. Und dabei blieb es erstmal eine gefühlte Stunde, also etwa zehn Minuten. Dann kamen die ersten Gäste mit gefüllten Tellern entgegen und ich konnte einen ersten Blick auf das Essen erhaschen. Vorsichtshalber hatte ich die letzten drei Tage nichts gegessen. Nach einer weiteren gefühlten Dreiviertelstunde, real ca. drei Minuten, konnte ich schon die Auswahl sehen. Nach einer weiteren gefühlten halben Stunde entschied ich mich dann für das Putensteak, dazu Semmelnknödeln und einen etwas umfangreicheren Salatteller. Zum Verzehr begaben sich die Barhockersitzer überwiegend ins "Nachtcafe", ein ruhiger Nebenraum mit gemütlicher Baratmosphäre. Die Tischsitzplatzinhaber hatten die Qual der Wahl. Nach meinem Augenschein und den Kommentaren der Tischnachbarn zu urteilen war das Buffet einwandfrei. Das Spanferkel wurde allgemein sehr gelobt. Natürlich MUSS man bei einem ganzen Schwein immer das eine oder andere Teil liegenlassen, das geht gar nicht anders. Unerfahrene Spanferkelesser outeten sich dadurch daß sie sich dafür zuwenig Spanferkel aufladen ließen. Meine fast vollständige Salatauswahl war hervorragend. Ausgerechnet mein Putenschnitzel war leider etwas trocken. Da ich kein Schweinefleisch esse kenn ich mich da aus. Zu lang und zu heiß gegart. Eben ein Fremdkörper in der Oberbayrischen Küche.

Zwischen Essen und Kuchen gings weiter mit Discofox und einer Partyrunde. Die Fox-Musik war abwechslungreich und Stilsicher. Den Jahresrückblick muß ich während des Essen verpasst haben. Die Partyrunde fand ich etwas altbacken aber tanzbar. Wozu der jeweils zweite DJs gut war hab ich nicht recht verstanden. Die "Lichtorgel" ist eine Spezialkonstruktion. Zeitllos. Da gibt es nichts zu verbessern. Leider lief die eingestellte "Lichtshow" den ganzen Abend durch. Die Übergänge waren trotz Ansage recht flüssig und ohne Unterbrechung tanzbar. Die Lautstärke war stets korrekt. Was auch daran liegen kann daß bei gehobener Lautstärke mindestens die türseitige Box schon zum Verzerren neigte. Bei höherer Lautstärke würden sich die auftretenden Oberwellen schon unangenehm bemerkbar machen. Trotz meiner notorischen Tester-Mäkeleien war die Stimmung bestens. Einmal hatte ich sogar den Eindruck das viele Sitzplätze leer geblieben wären. Was aber schlicht und einfach daran lag daß die Tanzfläche brechend voll war und die Leute sogar auf den Nebenflächen und Laufwegen tanzten. Selbst der Patrone mischte sich unter das Tanzvolk. Selbsverständlich zu Testzwecken, um gegebenenfalls sofort und mehrmals nachzupudern. Das die Tanzfläche stets in optimalem Zustand war versteht sich da von selbst. Rumsteher und Gläserhalter auf der Tanzfläche wurden keine gesichtet.

Die Showtanztruppe tanzte ihren Showtanz. Schön anzuschauen. Junge Menschen in der Kategorie Quick. Gästemitwirkung gab es keine. Verwertbares zum abschauen: Null. Dafür waren die Gäste überwiegend Paartanzfähig. Chancen etwas abzuschauen: Gut.

Der Kuchen war gut. Am schnellsten ging die Himbeertorte weg, am längsten hielt sich die Sahnecremetorte.

Leider war ich nach dem Kuchen etwas indisponiert so daß ich ausgerechnet auf den Wiener-Walzer verzichten mußte. Daraufhin habe ich schweren Herzens auf den Kuchennachschlag verzichtet. Die etwas langsamere Foxrunde war sehr willkommen. Die Zeit bis zum Mitternachtscountdown verging wie im Flug.

Nach dem Gongschlag und den Neujahrswünschen strebte ein Gutteil der Gäste ins Freie. Auf der Straße, direkt gegenüber, und in den umliegenden Wohngebieten wurde intensiv geschossen. Die neuen Batteriefeuerwerke sind wirklich schön anzuschauen. Kein Vergleich mit dem früheren Gemurkse. Durch den dadurch möglichen Verzicht auf eigenes Feuerwerk konnte ich die Feier im OCTAGON fast komplett hereinholen.

Nach dem Feuerwerk gings mit Discofox und Party-Musik weiter. Auf die nachmitternächtliche Gulaschsuppe habe ich zugunsten der Tanzerei verzichtet.

Die Getränkepreise sind erfreulich moderat. Colaweizen 3,30€. Die Bedienung ist aufmerksam.

Fazit: Ein gelungener Silvesterabend. Essen, wie immer bei solchen Gelegenheiten, zuviel des Guten. Für .DieDiscoFoxParty. sehr empfehlenswert.